Wie eine Physio-Website
Menschlichkeit zeigt — jenseits von Geräten und Diagnosen.
Physiotherapie ist Beziehung unter den Händen. Die Website muss das transportieren, nicht nur Leistungen auflisten. Hier meine Methodik anhand eines konstruierten Fall-Beispiels (kein Realkunde).
Physiotherapie ist Handwerk am Menschen. Die Website muss Menschen zeigen.
Physio-Websites sehen oft aus wie Fitnessstudio-Kataloge: viele Geräte, viele Räume, viel Technik. Dabei ist Physio fundamental menschlich: Hände, Geduld, Aufmerksamkeit. Patient:innen suchen keine Geräte — sie suchen jemanden, der:die zuhört und behandelt.
Ich baue Physio-Websites, die diese Menschen-Ebene sichtbar machen. Grundlage ist eine methodische Analyse: Welche Patient:innen-Typen kommen, mit welchem Anliegen, in welchem Lebenskontext? Was erwarten sie emotional, was fachlich? Die Website folgt daraus — nicht umgekehrt.
Ein konstruiertes Fall-Beispiel (kein Realkunde)
Weil hier kein echtes Kunden-Material vorliegt, ist das Beispiel konstruiert. Die Methodik ist dieselbe wie bei realen Projekten.
„Er hat mir zum ersten Mal erklärt, warum mein Rücken so weh tut.“ Die Antwort auf das „Warum“ ist Physio-Qualität.
Sieben Schritte, bevor eine einzige Zeile Code geschrieben wird
Daten-Destillation
Bewertungen, Empfehlungen, Anfragen-Muster. Nicht interpretieren, sondern sauber sammeln und nach wiederkehrenden Themen clustern.
Archetyp-Triade
Drei Ebenen: Primär, Schatten, Anti. Für Physiotherapie typisch: Caregiver · Hero · Anti-Ruler.
Fünf Persönlichkeitstypen nach Mia Pejic
In Anlehnung an Mia Pejic (Business-Coach, Schwerpunkt Social Media) und ihren Rahmen Social Chronicles: konkrete Menschen statt demografischer Pauschalen.
Marketing-Thesen nach Baulig-Prinzip
Methodisch abgeleitet von Baulig Consulting: vier Sätze, die Kopfzeile, Sektion, CTA tragen. Konsistenz statt Beliebigkeit.
Hook-Typen × Persona-Matrix
Pro Persona drei Einstiegsformate: Emotion, Problem, Social Proof. 15 getestete Einstiege.
Tonalität & Design-Richtung
Farbe, Schrift, Bildsprache, Duz/Siez — alles fällt aus der Archetyp-Triade, nicht aus Moodboards.
Website-Struktur als Ergebnis, nicht als Ausgangspunkt
Erst jetzt steht fest, welche Blöcke, in welcher Reihenfolge, mit welcher Botschaft. Struktur als Resultat einer Analyse.
Ein Tiefenpapier als internes Fundament. Eine Kompakt-Strategie für dich zum Durchblättern. Dann die Website — jede Entscheidung rückführbar.
Nicht Demografie — konkrete Menschen.
Methodisch in Anlehnung an Mia Pejic (Business-Coach, Schwerpunkt Social Media) und ihren Rahmen Social Chronicles. Angewendet auf das Realfall-Beispiel.
Barbara, 46
Was sie will: 12 Stunden am Schreibtisch, Schmerz seit einem Jahr, will endlich verstehen was das ist.
Was sie fürchtet: Eine Behandlung, die die Symptome lindert aber die Ursache nicht adressiert.
Was die Website liefern muss: Erklärungs-Fokus, Ursachen-Arbeit sichtbar, Übungen für daheim angeboten.
Lukas, 28
Was er will: Halbmarathon-Ambition, ist verletzt, will schnell wieder laufen — aber richtig.
Was er fürchtet: Zu schnelle Rückkehr ins Training, erneute Verletzung.
Was die Website liefern muss: Sport-Physio-Profil, Rehabilitationspläne, ggf. Manualtherapie-Spezialisierung.
Herbert, 71
Was er will: War 2 Wochen im Spital, jetzt ambulante Reha. Möchte seine Selbstständigkeit wieder.
Was er fürchtet: Schmerzen beim Üben, zu wenig Geduld bei Behandler:innen.
Was die Website liefern muss: Geriatrische Sensibilität, Geduld als Haltung, Angehörigen-Info einbindbar.
Simon, 6
Was er will: Kinder-Physio bei motorischen Auffälligkeiten. Eltern sehr emotional involviert.
Was er fürchtet: Dass das Kind gestresst wird, dass die Therapie den Alltag zusätzlich belastet.
Was die Website liefern muss: Kinder-Physio explizit als Schwerpunkt, spielerische Methodik, Eltern-Einbindung.
Marlies, 35
Was sie will: Arbeitsunfall, 6 Monate ausgefallen, will wieder ins Büro. AUVA-Reha-Bezahlung.
Was sie fürchtet: Bürokratie mit der AUVA, Angst nicht fit genug für die Rückkehr zu sein.
Was die Website liefern muss: AUVA-Expertise sichtbar, Rückkehr-ins-Berufsleben-Fokus, Kooperation mit Arbeits- und Betriebsmedizin.
Jede Ebene der Website lässt sich auf einen dieser fünf Menschen zurückführen. Keine Sektion „für alle". Niemand fällt raus.
Wer angesprochen werden soll, erkennt sich in Sekunden.
Caregiver · Hero · Anti-Ruler
Drei Ebenen. Aufgebaut auf dem klassischen 12-Archetypen-Modell der Marken-Psychologie.
Caregiver
„Wir arbeiten mit deinem Körper — nicht gegen ihn.“
Empathie, Zeit, Zuhören. Die Hände sind die Methodik.
Hero
„Du bekommst deine Bewegung zurück.“
Fortschritt, Rückkehr, Überwindung. Ohne Disziplinierungs-Ton.
Ruler
Kein distanziert-klinischer Auftritt, kein Oberarzt-Ton, kein „wir wissen alles besser“.
Was die Marke explizit NICHT ist.
Vier Sätze, die alles andere tragen
Methodisch abgeleitet vom Denkmodell der Baulig Consulting — einem der DACH-Marktführer im Bereich Coaching, Unternehmensberatung und Consulting.
„Schmerz ist ein Signal — wir lesen es gemeinsam.“
Mündige Patient:innen-Haltung. Wissen und Einordnung als Therapiebestandteil.
„Hände sind wichtiger als Geräte.“
Gegen-Signal zur Geräte-Orientierung anderer Anbieter. Manuelle Kompetenz als Alleinstellung.
„Du lernst deinen Körper wieder kennen.“
Langfrist-Haltung. Therapie als Befähigung, nicht als Abhängigkeit.
„Termine, die in dein Leben passen.“
Praktische Zugänglichkeit: Abend-Sprechstunde, Online-Modul, schnelle Antwort.
Jahre an Hochpreis-Coachings. Regalmeter an Büchern.
Die Methodik oben ist nicht am Reißbrett entstanden. Dahinter stecken Jahre an bezahlten Hochpreis-Coachings zu Psychologie, Verkauf, Unternehmensführung und KI — plus eine Bücherwand, die weiß was sie gekostet hat.
Das Entscheidende für dich: Du bekommst dieses Wissen komprimiert über mich — zugeschnitten auf deine Branche. Ohne fünfstellige Beträge in Coachings zu stecken.
Die oben genannten Personen, Trainer und Unternehmen sind unabhängige Dritte. Es besteht kein persönlicher Bezug, keine Partnerschaft, kein Affiliate-Verhältnis und kein Endorsement.
Hofbauer Marketing ist eine eigenständige Marke. Die Nennung macht ausschließlich kenntlich, bei welchen Trainer:innen ich selbst als zahlender Teilnehmer in Hochpreis-Coachings war bzw. welche Autor:innen ich studiert habe.
Was ich auf vielen Physiotherapie-Websites sehe — und was nicht funktioniert
Geräte-Liste als Hauptinhalt
„Wir haben Nackenstreckgerät, Rückentrainer, Shockwave.“ — als hätten Geräte die Qualität. Fix: Therapeut:in als Hauptfigur, Geräte als Werkzeug.
Kassa vs. Wahl unklar
Patient:innen müssen raten ob sie privat zahlen oder nicht. Fix: Klarer Transparenz-Block: was wird von welcher Kasse gedeckt, was ist Wahlleistung.
Fehlende Erfolgs-/Verlaufsgeschichten
Physio ist Prozess — aber die Website zeigt keine Verläufe. Fix: Fall-Vignetten: „Patient:in kam mit X, nach 8 Einheiten Y.“ (anonymisiert).
Keine Termin-Transparenz
Patient:innen wissen nicht ob Termine in 2 Tagen oder 6 Wochen möglich sind. Fix: Grob-Indikation zur Wartezeit, Online-Terminbuchung mit echten Slots.
Therapeut:innen als Namen-Liste
„Mag. Huber, Mag. Maier“ reicht nicht. Fix: Pro Therapeut:in: Schwerpunkte, Ausbildungen, 1 persönliches Zitat.
Keine Übungs-/Selbsthilfe-Inhalte
Nach der Therapie versiegt die Beziehung. Fix: Blog oder Video-Bibliothek mit Heim-Übungen — bleibt im Kopf der Patient:innen.
Ruhig. Warm. Nicht Fitness-Studio.
Physio-Websites landen oft entweder im Fitness-Studio-Look (schwarz-rot, Hantel-Bilder) oder im Klinik-Stil (weiß-blau, Labor-Feeling). Beides ist falsch positioniert.
Für das Beispiel-Profil typisch: Sage-Grün (Heilung) + warmes Creme (Ruhe) + Buchen-Holz (Natur, Erdung). Dazu eine weiche Serif für Headlines und eine klare Sans für Body. Bilder: Details von Händen bei der Arbeit, nicht Ganzkörper-Menschen in Leggings.
Und: echte Fotos. Die Therapeut:innen beim Arbeiten, die Behandlungsräume, ein leeres Handtuch auf der Liege. Keine gestellten Fitness-Bilder.

Neun Blöcke, die funktionieren
Dramaturgie statt Template. Jeder Block bedient eine andere Persona.
Hero
Positionierung: für wen, mit welcher Haltung, welchem Zugang.
Für wen / Beschwerden
Häufige Beschwerdebilder mit Alltagssprache: „Nackenschmerz vom Büro“, „Knieverletzung vom Sport“.
Methoden / Ansätze
Welche Techniken werden angewandt? Manuelle Therapie, Osteopathie, etc.
Kassa / Wahl / Selbstzahl
Klare Transparenz, kein Rätselraten.
Team / Therapeut:innen
Pro Person: Schwerpunkte, Persönlichkeit, Foto.
Räume / Ausstattung
Zurückhaltend: 3-4 Fotos, Fokus auf Atmosphäre nicht Geräte.
Patient:innen-Stimmen
Anonymisierte Verlaufs-Vignetten, evtl. Video-Testimonials.
Selbsthilfe / Übungen
Blog oder Video-Bibliothek — bleibt in Erinnerung.
Termin & Kontakt
Online + Telefon, Öffnungszeiten, Anfahrt.
Häufige Fragen von Physiotherapeut:innen
Was andere Physio-Praxen mich in Erstgesprächen immer wieder fragen — ehrlich beantwortet.
Was kostet eine Website für eine Physiotherapie-Praxis in Österreich?
Muss meine Physio-Praxis-Website barrierefrei sein (BFSG)?
Kann ich Online-Terminbuchung auf meiner Physio-Website anbieten?
Was gehört auf die Website einer Physiotherapie-Praxis?
Welche Bilder sind erlaubt — Hände? Patient:innen?
Wie grenze ich mich online von Fitnessstudios und Gesundheits-Studios ab?
Dürfen Physiotherapeut:innen Erfolgsgeschichten oder Fallberichte zeigen?
Wie wichtig sind Bewertungen auf einer Physio-Website?
Wie präsentiere ich Kassa vs. Wahl-Leistungen transparent?
Was ist mit Selbstzahler:innen-Beratung auf der Website?
Brauche ich einen Blog als Physiotherapeut:in?
Wie lange dauert eine neue Physio-Website?
Deine Frage ist nicht dabei?
Stell sie mir im Erstgespräch→Hinweis zur Förderung: Ob eine Digitalisierungs-Förderung für dein konkretes Projekt in Frage kommt, prüfe ich gemeinsam mit einem zertifizierten externen Berater — unverbindlich im Erstgespräch, kein Aufpreis. Details zur Förder-Prüfung →
Reden wir über deine Physio-Website.
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