Ein ehrlicher Einblick in meine Arbeitsweise — anhand eines realen Projekts aus dem Waldviertel, das ich hier anonymisiert dokumentiere. Damit du siehst, wie ich ticke, bevor wir miteinander reden.
Von außen sehen Friseursalons ähnlich aus. Stuhl, Spiegel, Schere, Waschbecken. Aber der Mensch dahinter ist die eigentliche Marke — und genau das zeigen 90 % aller Friseur-Websites nicht. Man sieht Stock-Fotos von Models mit Glanzhaaren, die nie im Salon waren. Keine Person. Keine Geschichte. Kein Grund, dort statt woanders hinzugehen.
Ich baue Friseur-Websites anders. Die Grundlage ist keine Design-Idee, sondern eine methodische Tiefenanalyse: Was sagen deine Stammkund:innen tatsächlich über dich? Welche Archetypen tragen die Marke? Welche fünf Menschen müssen online abgeholt werden? Die ganze Seite fällt daraus ab, nicht umgekehrt.
Die Fakten sind leicht verändert, um den echten Kunden zu schützen. Die Methodik ist aber identisch mit der, die ich hier angewendet habe — und mit der ich jede Friseur-Website angehe.
„Die Chefin fährt regelmäßig 300 Kilometer für einen Termin." Solche Sätze findest du nicht, wenn du nicht bewusst hinschaust. Ich schaue hin — jede einzelne Bewertung, nicht nur die Sternezahl.
Ich lese jede einzelne Google-Bewertung, nicht nur die Sterne. Ich markiere wiederkehrende Wörter, Emotionen, Namen. Aus 80+ Bewertungen fallen 15-20 Muster raus. Das ist die harte Daten-Basis — keine Annahmen, keine Marketing-Wünsche.
Ich arbeite mit drei Ebenen: Primär-Archetyp (das Offensichtliche), Schatten (das Unterschwellige), Anti (das bewusst Vermiedene). Bei Friseur:innen oft: Everyman · Magician · Anti-Ruler. Nicht abgehoben, aber magisch.
In Anlehnung an Mia Pejic (Business Coach, Schwerpunkt Social Media) und ihren Rahmen Social Chronicles: statt „Zielgruppe Frauen 30-55" fünf konkrete Menschen mit Namen, Lebenslage, Auslöser, Angst, Bedürfnis. Jede Entscheidung auf der Website muss einem dieser fünf Menschen nützen.
Methodisch abgeleitet von Baulig Consulting (DACH-Marktführer im Bereich Coaching, Unternehmensberatung und Consulting): Vier Sätze, die die Website-Kommunikation tragen. Jede Kopfzeile, jeder Absatz, jeder CTA lässt sich auf eine These zurückführen. Konsistenz statt Beliebigkeit.
Für jede der fünf Personas entstehen drei Einstiegsformate: Emotion-Hook, Problem-Hook, Social-Proof-Hook. 15 getestete Einstiege — daraus leite ich die Hero-Copy, Social-Posts, Anzeigen ab.
Farbpalette, Schriftmix, Bildsprache, Duz/Siez-Ansprache — alles fällt aus der Archetyp-Triade. Für Friseur:innen oft: Bordeaux/Kupfer/Creme, Serif-Display + weicher Sans, echte Fotos statt Stock.
Erst jetzt — nach Schritt 1-6 — steht fest, welche Blöcke auf die Seite kommen, in welcher Reihenfolge, mit welcher Botschaft. Das ist der Unterschied zu Template-Arbeit: bei mir ist Struktur das Resultat einer Analyse, nicht eine Annahme.
Ein 47-Seiten-Tiefenpapier als internes Fundament. Eine 15-Seiten-Kompakt-Strategie für dich zum Durchblättern. Dann die Website — jede Entscheidung rückführbar auf Schritt 1-6.
Methodisch in Anlehnung an Mia Pejic — Business-Coach mit Schwerpunkt Social Media — und ihren Rahmen „Social Chronicles", der statt demografischer Pauschalen konkrete Persönlichkeitstypen mit Lebenslage, Auslöser und Angst entwickelt. Angewendet auf den Realfall: fünf Menschen aus der Review-Destillation. Namen und Details verfremdet — die Muster stammen aus echten Bewertungen und Gesprächen.
Was sie will: Stabilität. Derselbe Stuhl, dieselbe Schere, dieselbe Plauschrunde. Einmal im Monat. Kein Experimentieren.
Was sie fürchtet: Dass der Salon zusperrt oder „moderner" wird. Dass die nächste Generation alles umwirft.
Was die Website liefern muss: Ruhe. Kontinuitäts-Signale. Fotos von Menschen, nicht von Konzepten.
Was sie wollen: Das Paar-Ritual. Doppeltermin, 90 Minuten, Kaffee, Plauscherl mit den Inhaber:innen.
Was sie fürchten: Dass Online-Buchung eingeführt wird und die persönliche Beziehung darunter leidet.
Was die Website liefern muss: Klares Signal, dass Online nur Ergänzung ist. Telefonnummer als gleichwertige Option, nicht versteckt.
Was sie will: Einen Beweis, dass hier moderne Schnitte gehen. Nicht nur Dauerwelle für die Omi. Instagram-Momente möglich.
Was sie fürchtet: In einem „Omi-Salon" falsch anzukommen und rausgehen wie ihre Mutter in den 90ern.
Was die Website liefern muss: Vorher-Nachher. Junge Schnitte im Portfolio. Online-Termin als Safety-Net für Nicht-Ortskundige.
Was er will: Die eine Schere, die ihn kennt. Seit 20 Jahren. Er fährt gerne die Strecke — drauf lässt er nichts kommen.
Was er fürchtet: Dass „sein" Meister in Pension geht und niemand ihn so schneidet wie er.
Was die Website liefern muss: Geschichten über den Inhaber. Die Person sichtbar. Das ist kein Salon, das ist die Person.
Was sie will: Einen Ort, wo Kinderschnitte unkompliziert sind, niemand genervt ist wenn ein Vierjähriger zappelt.
Was sie fürchtet: Genervte Blicke. Premium-Preise für „Kinder + Mama gleichzeitig". Planungs-Aufwand.
Was die Website liefern muss: Explizit Kinder als Willkommenheißung, nicht als Ausnahme. Preisklarheit, kein Schweigen.
Jede Ebene der Website lässt sich auf eine dieser fünf Personen zurückführen. Die Hero-Botschaft spricht primär Marianne + Gerald an. Das Portfolio beruhigt Jasmin. Die Preistafel entspannt Lisa. Der Telefonblock ehrt Herbert & Birgit.
Niemand fällt raus. Keiner wird rausgemarketet.
Drei Ebenen, die zusammen die Markenhaltung tragen. Aufgebaut auf dem klassischen 12-Archetypen-Modell aus der Marken-Psychologie.
„Wir sind wie ihr. Familiengeschäft. Kaffee. Plauscherl. Augenhöhe."
Aus Reviews: „Man fühlt sich willkommen", „lockere Atmosphäre", „keine Abgehobenheit".
„Du gehst rein wie du, gehst raus wie eine bessere Version von dir."
Aus Reviews: „Sah 30 Jahre jünger aus", „magische Hände", „unglaubliche Verwandlung".
„Nicht Premium-abgehoben, nicht klinisch, nicht sterile Stadt-Salons."
Was die Marke explizit NICHT ist: Luxus-Ghetto, Gatekeeping, „Sie bekommen nur einen Termin wenn …".
Warum drei Ebenen, nicht eine: Viele Marken-Bücher empfehlen einen Archetyp. Das reicht nicht — vor allem nicht bei Familienbetrieben mit Tradition und Transformation. Der Everyman ohne Magician-Schatten wird austauschbar. Der Magician ohne Everyman-Fundament wird abgehoben. Die Anti-Ebene verhindert, dass die Website in beliebige Premium-Klischees kippt.
Methodisch abgeleitet vom Denkmodell der Baulig Consulting — einem der DACH-Marktführer im Bereich Coaching, Unternehmensberatung und Consulting. Ich übertrage ihren Strategie-Rahmen auf Website-Kommunikation: Die Hero-Botschaft, jede Sektion-Headline, jeder CTA lässt sich auf eine dieser Thesen zurückführen. Wenn ein Satz zu keiner passt, fliegt er raus.
Gegensatz zur Kette, die standardisiert abfertigt. Werbebotschaft für alle, die Zeit, Ritual, Beziehung schätzen.
Anti-Anonymisierung. In einer Welt, in der Ketten zunehmend das Stammpersonal austauschen, ist Kontinuität das Premium-Feature.
Wertargumentation ohne Premium-Gehabe. Anerkennt den Preis-Einwand, rahmt ihn um — von Kosten auf Investition.
Zeithorizont als Kernversprechen. Nicht Trend, nicht Flash — Kontinuität über Generationen. Deckt Marianne, Gerald, Lisa gleichzeitig.
Die Methodik oben ist nicht am Reißbrett entstanden. Dahinter stecken Jahre an bezahlten Hochpreis-Coachings zu Psychologie, Verkauf, Unternehmensführung und KI — plus eine Bücherwand, die weiß was sie gekostet hat. Die Namen unten kennst du vielleicht.
Das Entscheidende für dich: Du bekommst dieses Wissen komprimiert über mich — zugeschnitten auf deine Branche und deine Kund:innen. Ohne dass du selbst fünfstellige Beträge in Coachings stecken oder hunderte Fachbücher lesen musst. Ich filtere raus, was für deinen Betrieb psychologisch wirklich zählt.
Die oben genannten Personen, Trainer und Unternehmen sind unabhängige Dritte. Es besteht kein persönlicher Bezug, keine Partnerschaft, kein Affiliate-Verhältnis und kein Endorsement.
Hofbauer Marketing ist eine eigenständige Marke. Die Nennung macht ausschließlich kenntlich, bei welchen Trainer:innen ich selbst als zahlender Teilnehmer in Hochpreis-Coachings war bzw. welche Autor:innen ich studiert habe. Die Nennung dient der Quellen-Transparenz — nicht der Vermarktung einer Beziehung.
Blonde Models mit perfekten Haaren, die nie den Salon betreten haben. Der Inhaber — die eigentliche Marke — erscheint nirgends. Resultat: die Website ist austauschbar mit jeder anderen. Fix: Echte Fotos von Inhaber:innen, Team, Salon. Lieber unperfekt als fake.
Der Salon hat 4,8★ aus 80+ Bewertungen, aber davon ist auf der Website nichts zu sehen. Keine Zitate, kein Bewertungs-Schaufenster. Fix: 5-8 echte Zitate aus Google-Reviews direkt ins Hero-Umfeld. Jeder soziale Beweis zählt.
Der Senior-Inhaber ist mit 60+ im Salon, die Tochter macht seit 5 Jahren mit — aber die Website kommuniziert das nirgends. Stammkund:innen wissen nicht, was nach der Pension passiert. Fix: Zwei-Generationen-Narrativ sichtbar machen. „Weitergeführt, nicht umgeworfen."
Manche Friseur-Websites behandeln Online-Buchung als Ersatz für Anrufe. Das entfremdet Herbert & Birgit (Persona 2). Fix: Beide Wege gleichwertig — Online-Termin als Service für Neue, Telefon als Ritual für Stammkund:innen. Keine Hierarchie.
„Preise auf Anfrage" ist die häufigste Versandtafel. Verstehe den Reflex — er schadet aber Lisa (Persona 5) und allen preissensiblen Neukund:innen. Fix: Preiskorridor nennen („Damen Waschen/Schneiden/Föhnen ab € X"), Transparenz statt Verstecken.
Ab Juni 2025 gilt in Österreich das Barrierefreiheitsgesetz (BFSG) verbindlich. Viele Friseur-Seiten erfüllen die Anforderungen nicht. Abmahngefahr steigt. Fix: WCAG 2.2-AA-konform bauen, Accessibility-Widget (z. B. UserWay) integrieren. Kein Hexenwerk — aber macht fast keiner.
Die meisten Friseur-Websites fallen in zwei Fallen: billig-clean (Wix-Template in weiß-grau) oder überstyled (Schwarz-Gold-Diamant als ob es Paris 1985 wäre). Beides fängt den Ton nicht ein.
Für den Waldviertler Salon im Realfall: Bordeaux (Geborgenheit, Tradition) + Kupfer-Gold (Handwerk, Wärme) + Creme (Ruhe, Zeit). Dazu ein Classic-Serif für Headlines (Kontinuität) und ein weicher Sans für den Body.
Und: echte Fotos. Kein Adobe-Stock. Ein Fotograf kommt für einen Nachmittag, macht Inhaber, Team, Innenraum, Hände bei der Arbeit. Das Investment zahlt sich zurück — diese Bilder wirken 10 Jahre.
Single-Page mit Sprung-Ankern. Einfach zu pflegen, Google-freundlich, kein Menü-Dschungel. Die Reihenfolge ist dramaturgisch — jeder Block bedient eine andere Persona.
Inhaber oder Salon außen. Ein Satz. Ein CTA. Für Neue wie Stammkund:innen.
Mensch · Kontinuität · Transformation. Die drei Archetyp-Ebenen in drei Kacheln.
Damen · Herren · Kinder · Events · Make-Up. Klare Einsteigs-Quadrate, jeder findet sich.
5-8 echte Google-Zitate, rotierend. Social Proof ohne „Wir sind die Besten".
Jede Person mit Foto, Name, drei Sätzen. „Das Gesicht, das dich empfängt."
4-6 Innenraum-Fotos. Keine Stock-Bilder. Zeigen wie es wirklich ist.
Beide Wege gleichwertig, klare Telefonnummer, Online-Modul darunter.
Eingebundene Karte, Zeiten, Parkplatz-Info, ÖV-Anfahrt.
Impressum, DSGVO, Barrierefreiheitserklärung. BFSG-konform ab Tag 1.
Was andere Salon-Betreiber:innen mich in Erstgesprächen immer wieder fragen — ehrlich beantwortet.
Deine Frage ist nicht dabei?
Stell sie mir im Erstgespräch→Hinweis zur Förderung: Ob eine Digitalisierungs-Förderung für dein konkretes Projekt in Frage kommt, prüfe ich gemeinsam mit einem zertifizierten externen Berater — unverbindlich im Erstgespräch, kein Aufpreis. Details zur Förder-Prüfung →
15 Minuten Erstgespräch. Ich schau mir deine aktuelle Seite an, sag dir ehrlich wo die Lücken sind. Ob du danach mit mir arbeitest oder nicht, ist zweitrangig — das Gespräch ist in jedem Fall nützlich.
Alle Preise netto. Antwort meist am selben Tag.