Warum dein Eintrag auf Herold allein nicht reicht
Ein Herold-Eintrag ist wie ein Eintrag im Telefonbuch von 1995. Nett, aber nicht genug. Wenn du glaubst, dass ein Branchenverzeichnis deine Online-Sichtbarkeit sichert, verschenkst du das meiste Potential.
Was Herold kann – und was nicht
Herold ist Österreichs bekanntestes Branchenverzeichnis. Ein Eintrag dort ist grundsätzlich nicht schlecht. Er liefert einen Backlink, eine zusätzliche Erwähnung deines Unternehmens und eine Anlaufstelle für Kunden die gezielt auf Herold suchen.
Aber hier ist das Problem: Die meisten Kunden suchen nicht auf Herold. Sie suchen auf Google. Und dort entscheiden ganz andere Faktoren darüber, ob du gefunden wirst. Dein Herold-Eintrag ist ein kleiner Baustein, aber er ist nicht das Fundament.
Warum Branchenverzeichnisse an Bedeutung verlieren
Die Nutzung von Branchenverzeichnissen sinkt seit Jahren. Google hat die Rolle übernommen, die früher Herold und die Gelben Seiten hatten. Wenn jemand einen Installateur sucht, googelt er. Er geht nicht auf herold.at.
- Google dominiert die Suche. Über 90% aller Suchanfragen in Österreich laufen über Google. Herold hat einen Bruchteil davon.
- Kein Alleinstellungsmerkmal. Auf Herold stehst du neben deinen Mitbewerbern. Gleiche Schriftart, gleiches Layout, gleiche Darstellung. Du kannst dich nicht abheben.
- Kein Content, keine Tiefe. Ein Herold-Eintrag zeigt Name, Adresse, Telefonnummer. Aber er erzählt keine Geschichte. Er zeigt keine Referenzen. Er baut kein Vertrauen auf.
- Abhängigkeit. Du bist auf einer fremden Plattform. Herold ändert die Spielregeln, erhöht die Preise, passt das Design an – und du hast keinen Einfluss darauf.
Was stattdessen funktioniert
Die Kombination aus einer eigenen Website und einem optimierten Google Unternehmensprofil ist den meisten Herold-Paketen überlegen. Deine Website gehört dir. Du bestimmst was dort steht, wie es aussieht und welche Geschichte du erzählst. Und dein Google-Profil erreicht die Plattform, auf der deine Kunden tatsächlich suchen.
Auf deiner eigenen Website bist du nicht einer von vielen. Du bist du. Mit deinen Bildern, deinen Referenzen, deinem Angebot, deiner Persönlichkeit. Das ist der Unterschied der Vertrauen schafft.
Ein Herold-Eintrag sagt: Wir existieren. Eine eigene Website sagt: Das sind wir. Und das ist der Unterschied den ein Kunde spürt.
Herold als Ergänzung, nicht als Strategie
Soll man den Herold-Eintrag löschen? Nein. Er schadet nicht. Er liefert einen Backlink, eine NAP-Erwähnung (Name, Adresse, Phone) und eine zusätzliche Anlaufstelle. Aber er sollte Teil einer Gesamtstrategie sein, nicht die Strategie selbst.
Denk an deine Online-Präsenz wie an ein Haus. Deine Website ist das Haus. Dein Google-Profil ist die Hausnummer. Herold ist ein Straßenschild das in deine Richtung zeigt. Hilfreich, aber niemand wohnt auf einem Straßenschild.
Die KI-Perspektive
Hier wird es richtig spannend. KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews empfehlen Unternehmen auf Basis von strukturierten Daten und eigenen Inhalten. Ein Herold-Eintrag liefert Basisdaten. Aber eine eigene Website mit detaillierten Leistungsbeschreibungen, einem Blog und lokalen Inhalten liefert das, was KI-Systeme wirklich brauchen.
Wer von KI empfohlen werden will, braucht Inhalte die KI verarbeiten kann. Und das liefert keine Branchenverzeichnis-Einzeile. Das liefert eine eigene, gut strukturierte Website.
📚 Quellen & Weiterführendes
- TryDecoding: 40+ Local SEO Stats 2026 46 % aller Google-Suchen haben lokalen Bezug
- Markterior: Local SEO Statistics 2026 Google 3-Pack erhält 126 % mehr Traffic als organische Ergebnisse
- BloggingWizard: Google Business Profile Statistics 2026 Aktuelle Zahlen zur Wirkung von Google Unternehmensprofilen
- WordStream: 101 SEO Stats 2026 Aktuelle SEO-Statistiken und Benchmarks für 2026
- SearchEngineJournal: Google Visibility Depends on AEO Warum Answer Engine Optimization 2026 entscheidend wird
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Kevin Hofbauer
Webentwickler aus dem Waldviertel. Professionelle Websites für Selbständige und Ärzte in Österreich. Mindestens 30% gefördert.
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